Staatsschulden - Zahltag für jahrzehntelange Realitätsverweigerung?
Lesung von Günther Siegert 

Günther Siegert Siegert, der neben seinem Volkswirtschaftsstudium schon Stationen als Schiffsbauer und Handwerker hinter sich hatte und nicht zu Unrecht als Tausendsassa bezeichnet wird, referierte in gewohnt scharfzüngiger und nicht immer bequemer Weise über den Zustand der Finanz- und Weltwirtschaft. Er kündigte an, das gespannte Publikum auf eine Reise durch Griechenland, Japan und weitere Katastrophen der Weltwirtschaft mitzunehmen.
Hierbei wurde nicht zuviel versprochen. Die große Katastrophe der heutigen Zeit sei laut Siegert der "Wahnsinn Sozialstaat". Geschichtlich immer mit der Mehrheit der Bürger im Rücken, sei er ein Synonym für Verdränger: man könne es nicht mehr absparen. Trotz Aufschwunggefühlen sei die reale Situation viel schlimmer als die nominelle. Es habe sich seit 1948 eine Subventionskultur entwickelt, für die Kanzler Adenauer mit seinem verfehlten Rentenplan verantwortlich sei einmal zahlen, mehrfach herausbekommen. Von 3000 Milliarden Pensionsverpflichtungen für Beamte, die Deutschland niemals auszahlen könne, ganz zu schweigen. Soziale Gerechtigkeit sei ein Witz, wenn gerade einmal 1/3 aller Deutschen Lohn- und Einkommenssteuer zahlen würde.
Laut Siegert sei Hartz IV hierbei kein Übel, sondern ein Ansporn für die Menschen, endlich etwas zu tun, da ein Sozialstaat die Menschen nur passivieren würde. Über ein Grundrecht auf Alkohol und Tabak zu diskutieren, sei unfassbar. Hiernach schwenkte Siegert auf die maroden Sozialnetze über. Eine millionenhafte Einwanderung in unsere Sozialnetze habe eine Bildungskatastophe angestachelt. Während in Toronto 10.000 Hongkongchinesen wohnen würden, die als einzige Bedingung Guthaben vorweisen müssten, könne es sich bei uns jeder gemütlich machen. Bei weit über 50 Prozent des Bundesetats, die für Soziales, Gesundheit und Schuldentilgung benötigt würden, bliebe die Bildung völlig auf der Strecke, da kaum Investitionsmöglichkeiten mehr bestehen würden. Hierbei sei die größte gesellschaftliche Gefahr der Wutbürger mit der "steht mir zu"-Einstellung. Während das Bildungssystem so ruiniert wird, würden wir eine hemmungslose Verdummung unserer Kinder zugunsten unglaublich aufgeblähter sozialer Netze akzeptieren.


Plenum Die Katastrophe für diese Wirtschaftskatastrophen und ihre Folgen seien nicht die Privatbanken wie die Deutsche Bank, sondern die Staatsbanken, die sich völlig verspekuliert hätten. Ausgehend vom "Verführschleim" der US-Banken, die jedem Lieschen Müller alles versprochen hätten, seien Gutmenschentum-Subventionen wie die EU-Agrar-Subventionen oder das Einknicken gegenüber härtestem grünen Lobbyismus eine wirkliche Inkarnation des Bösen für unsere Wirtschaft.
Die "Alternativlosigkeit" von Subventionen und Finanzentscheidungen, die von führenden Politikern inkatastrophaler Weise nicht erst seit der deutschen Wiedervöllig von einer Katastrophe geführt hat, hätte unsere Gesellschaft an den Rande des Ruins geführt. Der Finanzausgleich , der laut Siegert durch das Aufkaufen von spanischem, griechischen, portugiesischem und weiterem "Finanzschrott" durch die EZB eine Untergrabung der Demokratie sei, würde nur eine Wahrheit zulassen: eine neue Währungsgruppe, die die Steuerzahler vor beinahe kriminellen Finanzausgleichen und Finanzkatastrophen, wie sie schon inländisch in NRW stattfinden würden, schützen würde. Abschließend rief Siegert eindringlich zu einem schnellstmöglichen Subventionsaufbau auf.
Nach dieser interessanten Lesung und einer anschließenden hitzigen Diskussionsrunde stand Herr Siegert für weitere Gespräche gerne zur Verfügung.




